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Glanz und Gloria ...

HNA, Freitag, 5. November 2010

Vom Bauwagen zum Internationalen Zirkushaus
Rambazotti feiert seinen 20. Geburtstag

KASSEL. Auf seine wechselvolle 20-jährige Geschichte blickt der Kinder- und Jugendcircus Rambazotti mit einem großen Fest am kommenden Samstag, 6. November, zurück.
Ab 19 Uhr gibt es im Circus-Pädagogik-Haus auf der Marbachshöhe eine Disko mit Musik aus den Programmen der vergangenen 20 Jahre, Artistik und Feuershow.
Dazu eingeladen sind auch alle ehemaligen Zirkuskinder.
Mit 20 Jungen und Mädchen, drei Betreuern, Fahrrädern und einem Pferd ging es in den Anfangsjahren durch Nordhessen.
Inzwischen fahren die Nachwuchsartisten im Doppeldeckerbus auf internationale Tournee: In Brüssel, Paris, Luxemburg, Florenz begeistern sie ihr Publikum.
Höhepunkt war im vergangenen Monat eine große Feuerschau beim Blue Food Festival in der Karibik, zu der 5000 Menschen gekommen waren.
Der Kinder- und Jugendcircus ist stetig gewachsen: Etwa 400 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region, 35 Trainer, Internationale Artisten, Circuspädagogen, Psychologen, Jugendsupervisorin, Ergotherapeuten, Gewaltpräventionstrainer und Feuerpädagogen gehoren zum festen Team.
Zu den Kooperationspartnern zählen inzwischen große Namen: Zirkushäuser wie Sarrasani und Roncalli, aber auch Fernsehsender wie ZDF und KIKA.
„Das Wichtigste aber sind ganz viele glückliche Kinder und Jugendliche, die über sich selbst hinausgewachsen sind", sagt Iris Riedmüller, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins.

HNA Kreis Kassel, Montag, 27. September 2010

Traumhaftes Märchenfest
Landkreis und Museumslandschaft bereiteten Familien einen aufregenden Tag

WILHELMSTHAL Rotkäppchen lasst es sich mit seiner Großmutter unter freiem Himmel vor der malerischen Schlosskulisse gut schmecken, eine kleine Prinzessin streichelt liebevoll das Kutschpferd, Feen tummeln sich leichtfüßig auf dem grünen Rasenteppich. Szenen eines märchenhaften Kinderfestes im Park von Schloss Wilhelmsthal.
Die Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) und der Landkreis Kassel hatten am Samstag bei freiem Eintritt zu einem schillernden Märchenfest in romantischer Umgebung eingeladen. Alle Hoffnungen der Organisatoren dieser ersten gemeinsamen Großveranstaltung wurden übertroffen: Unbeeindruckt von Kühle und grauem Himmel eroberten kleine Märchenfreunde in Begleitung von Eltern, Großeltern und anderen Erwachsenen in Scharen das Schlossgelände, wo sie bis zum späten Nachmittag ein üppiges Programm erwartete.
Mit Reifrock auf Einrad
Kostümierte Gäste mischten sich unter offizielle Kostümträger wie die in großer Zahl angetretenen Repräsentanten der Deutschen Märchenstraße. Die märchenhaftesten Verkleidungen der Besucherkinder wurden am Nachmittag prämiert. lllustre Figuren schickte auch der Kasseler Kinder- und ]ugendcircus Rambazotti: lm Schlosspark gelang es jungen Hofdamen, sich trotz Reifröcken elegant per Einrad fortzubewegen. Ein Riese und Rumpelstilzchen, Goldmarie und Pechmarie sowie zwei wandelnde Baume kamen auf Stelzen daher, der Froschkönig hüpfte sportlich auf Speejumpers. Und auch die vielen Mitmachaktionen von Rambazotti lockten Spielfreudige an.
In bunten Zelten fanden die Kinder eine Marchenerzählerin und verschiedene Bastelangebote. Das Guckan-Theater lieferte Clownsnummern an verschiedenen Orten. In der Grotte verfolgte das junge Publikum gebannt die Aufführungen von Albert Völkls Figurentheater. Die große Bühne auf dem Schlosshof gehörte sowohl den Akteuren der drei Kreis-Musikschulen Hofgeismar, Vellmar und Baunatal als auch Märchenkoch Stefan Becker mit seinem Spielraumtheater. Im Schloss gab es neben Familienführungen und einer spielerischen Märchentour unter der Regie der mhk-Museumspädagogik auch Kurzführungen für Kinder durch die Schwestern Louise (9) und Sina (12). Den Traum von einer kleinen Kutschfahrt im Park erfüllten sich junge und ältere Romantiker mit einer Tour im offenen Landauer. Am Haltepunkt von zwei Zweispannern riss die Warteschlange nicht ab.
Neben den stolzen Rappen zogen weitere tierische Géiste bewundernde Blicke auf sich: Die Greifvogel aus dem Tierpark Sababurg starteten zur Flugschau, und auch Streichelzootiere waren mit nach Wilhelmsthal gereist. Das märchenhaft gelungene Veranstaltungsdebüt von mhk und Landkreis, flnanziell ermöglicht durch die Kasseler Sparkasse, lässt begeisterte Besucher auf eine Fortsetzung hoffen.

HNA, Mittwoch, 22. September 2010

Feiern im Schloss
Museumslandschaft lädt zum Märchenfest in Wilhelmsthal

KASSEL/WILHELMSTHAL Für einen Tag wird sich am Wochenende das Schloss Wilhelmsthal in ein Märchenschloss verwandeln. Am Samstag, 25. September, veranstalten die Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) und der Landkreis Kassel von 11 Uhr bis 17 Uhr dort erstmals ein großes Märchenfest. Das üppige Programm wird Kinderaugen glänzen lassen und auch Erwachsene entführen in die bunte Welt der BrüderGrimm. Und das Beste: Der Eintritt zum Fest ist frei.
Gäste konnen der Goldmarie und der Pechmarie begegnen, die im Schlosspark auf Stelzen unterwegs sind. Der Froschkönig stellt der Prinzessin nach, Rumpelstilzchen mischt sich unters Publikum, und ein Riese ist ebenfalls auf Achse. Geschickt werden sie vom Kinder- und Jugendcircus Rambazotti. Der bietet auch allerhand Mitmachaktionen an wie Feuerspiele, ]onglieren und Seiltanzen.
Die Deutsche Märchenstraße schickt 19 Märchenfiguren. Die Brüder-Grimm-Gesellschaft beteiligt sich mit der begehbaren Ausstellung ,,Märchenwald und Zauberschloss", in der eine Auswahl der Grimm’schen Märchen sinnlich thematisiert wird. Kostüme werden prämiert Und damit möglichst viele Märchenfiguren nach Wilhelmsthal kommen, setzen die Veranstalter auf die Mithilfe der Kinder. Die können nämlich verkleidet als Gestiefelter Kater, Rotkäppchen, König Drosselbart und Co. kommen. Die schönsten Märchenkostüme werden prämiert.
Im Schloss selbst werden Führungen angeboten. Unter dem Motto ,,Essen, Trinken, Schlafen" werden Sina (12) und Luise (9) anderen Kindern zeigen, wie es sich früher in einem Schloss lebte. Selbstverständlich werden Märchen erzahlt, Lieder gesungen, der Märchenprinz stellt geheimnisvolle Orte vor. Es werden Kutschfahrten angeboten, es kann gebastelt werden, es gibt einen Streichelzoo.
Geboren worden sei die Idee zum Fest im vergangenen Jahr, sagt Prof. Bernd Küster, Direktor der mhk. Damals hatte die Museumslandschaft auf der Löwenburg in Kassel das schaurig-schöne Nacht-Spektakel angeboten. Viel mehr Kinder als erwartet seien in den Bergpark gekommen. ,,Wir hatten mit vielleicht 400 Kindern gerechnet. Am Ende waren es knapp 2000", so Küster. Das war das entscheidende Argument, für Kinder ein großes Fest mit einem attraktiven Programm auszurichten. Und das sei nun gelungen, sagt Kassels Vizelandrätin Susanne Selbert. ,,Das Fest wird hinreißend, es passt wunderbar in die Kulisse des Schlosses." Vor allem sei an der Qualität des Programms nicht gespart worden. Mehr als einhundert Aktive wirken mit. Froh sind die Organisatoren, dass die Kasseler Sparkasse die Veranstaltung kraftig unterstützt.

HNA, Montag, 26. Mai 2010

Wirbelwinde im Märchenland
»Für Alice« heißt das neue Stück des Kinder- und Jugendcircus Rambazotti - 150 Zuschauer bei Premiere

BAD WILHELMSHÖHE Frech, liebevoll und romantisch präsentiert sich die neue Show »Für Alice« des Internationalen Kinder- und Jugendcircus Rambazotti. Fast 150 Besucher sahen trotz des Stadtfests und sommerlicher Temperaturen die Premiere des Programms am Pfingstsonntag im Zirkushaus in der Ludwig-Ehrhard-Straße.
Die Herzkönigin und ihre Spielkartenarmee führen eine strenges Regiment, schikanieren Alice und alle anderen in ihrem Märchenkönigreich. Doch die lassen sich davon wenig beeindrucken. Freche Elfen springen im Spagat, Zwillinge zeigen atemberaubende Kunststiicke am Doppeltrapez, Clowns musizieren auf Schrubbern und Schmetterlinge flattern in fantasievollen Kostümen über die Bühne. Selbst Rosen erwachen zum Leben und entpuppen sich als Akrobaten. Zwischendurch fragen hoppelnde Häschen nach der Uhrzeit, die Grinsekatze miaut auf dem Klavier und futtert einen zermatschten Schokokuss.
Die 24 Kinder und Jugendlichen zeigen ein abwechslungsreiches und witziges, etwa zweistündiges Programm, das die Zeit wie im Flug vergehen lässt. Das liegt vor allem an den akrobatischen Einlagen, die die kleinen Artisten an von der Decke herabhängenden Tüchern vorführen, der Jonglage mit Bällen und brennenden Stäben, Kampfakrobatik und Einradfahren, Seiltanzern und an der »Zuckerarmee«, die auf Laufkugeln über Treppen und Rampen marschiert. Viel Humor zeigt das Programm vor allem in der Rahmenhandlung, wenn etwa die Herzkönigin vor Langeweile mit dem Gesicht in eine Torte fällt oder eine Raupe verspeisen möchte, die in einem unbeobachteten Moment das Weite sucht. Im Zirkus-Märchenland ist eben alles möglich. Belohnt wurde das Ensemble am Ende mit viel Applaus, und Zirkusdirektorin Iris Riedmüller war begeistert von der guten Resonanz.